2.000 Lehrkräfte im Ausstand

Warnstreikwelle erreicht Rheinland und Ostwestfalen

Am zweiten Warnstreiktag sind rund 2.000 Tarifbeschäftigte aus Schulen und Hochschulen in den Regierungsbezirken Köln und Detmold in den Ausstand getreten. Gewerkschaftliche Aktionen fanden an insgesamt sechs Streikstandorten – Bielefeld, Minden, Herford, Aachen, Bonn und Köln – statt.

GEW-Verhandlungsführer Andreas Gehrke zeigte sich auf der mit über 700 Streikenden NRW-weit größten Kundgebung in Köln kämpferisch: „Die Arbeitgeber*innen sollten sich überlegen, ob sie bei ihrer Blockadehaltung bleiben. Wenn es keinen Tarifvertrag zur Lehrereingruppierung gibt, zwingen sie uns zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen.“ Es sei nicht weiter hinnehmbar, dass die Länderarbeitgeber (TdL) einer so großen Gruppe von Beschäftigten den tariflichen Schutz vorenthielten.

Regionales Streikzentrum in Ostwestfalen war heute Bielefeld. Hier versammelten sich über 600 Ta-rifbeschäftigte aus der ganzen Region. Der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Sebastian Krebs, selber Tarifbeschäftigter, erklärte unter dem Beifall der Versammelten: „Es darf nicht länger sein, dass das Land NRW uns willkürlich um bis zu zwei Entgeltgruppen schlechter bezahlt als andere Länder.“

Auf der Streikversammlung im Gewerkschaftshaus in Bonn verlangte Maike Finnern, stellvertretende GEW-Landesvorsitzende: „Unser Streik ist eine gute Sache. Der L-EGO-Tarifvertrag muss kommen.“ An die TdL gewandt mahnte sie: „Finger weg von der betrieblichen Altersversorgung VBL!“

Auch in Aachen gab es eine sehr gute Streikbeteiligung. Redner*innen von GEW, Ver.di und DGB bekräftig-ten: Die Forderung der Gewerkschaften nach Erhöhung der Tabellenentgelte um 5,5%, mindestens 175 EURO, für die Beschäftigten im Landesdienst sind mehr als berechtigt. Ein Lohn-Plus ist das Ge-bot der Stunde, es besteht Nachholbedarf gegenüber der Einkommensentwicklung in der Privatwirt-schaft, aber auch gegenüber den Beschäftigten beim Bund und bei den Kommunen.

Fortsetzung der Warnstreiks in NRW

Donnerstag, 5.3. : Regierungsbezirke Arnsberg und Münster

Streikstandorte: Gelsenkirchen, Münster, Dorsten, Bochum, Dortmund, Siegen, Unna

Donnerstag, 12.3.: Düsseldorf

Ganztägiger Warnstreik - Kundgebung vor dem NRW-Landtag (13.15 Uhr)

Die Gewerkschaften Ver.di, GEW, GdP und dbb-Tarifunion rufen die Landesbeschäftigten für diesen Tag zum landesweiten Streik auf.

Auf der gemeinsamen Kundgebung vor dem NRW-Landtag reden:

Achim Meerkamp, ver.di, und Willi Russ, dbb