Gelingende Inklusion braucht mehr Ressourcen!

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an Schulen nicht zufriedenstellend

Das Recht auf Bildung ist universelles Menschenrecht. Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap haben Anspruch auf ein qualitativ hochwertiges Schulangebot. Doch die Realität an den Schulen sieht anders aus. Die GEW Wuppertal ist mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention nicht zufrieden und fordert zusätzliches Personal und mehr Ressourcen.
Gelingende Inklusion braucht mehr Ressourcen!

Foto: Tomizak/pixelio.de

Berechnungen des Bildungsforschers Professor Klaus Klemm zufolge fehlen landesweit 7.000 Stellen. Anlässlich des „Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ verweist Richard Voß aus dem Leitungsteam des GEW Stadtverbandes Wuppertal auf zahlreiche Hinweise und Rückmeldungen aus den Schulen vor Ort über die mangelhafte Umsetzung. Vor allem die personellen, räumlichen und sächlichen Ressourcen für die Inklusion reichen nicht aus. Es fehlen – so der einhellige Tenor - Qualitätsstandards sowie Leitlinien zur Orientierung für alle beteiligten Lehrkräften in inklusiven Schulen. Darüber hinaus müssen für Beratung und Fortbildung des Lehrpersonals regionale Fachzentren für inklusive Bildung eingerichtet werden. 

Richard Voß fordert für die GEW:  "Eine Regelschul- und eine Förderschullehrkraft sollen in Klassen mit maximal 20 Kindern, davon bis zu fünf mit besonderem Förderbedarf, unterrichten. Dafür ist eine deutliche Erhöhung des Stellenbudgets erforderlich." Es ist ein Fehler gewesen, seitens des Schulministeriums die Zahl der Stellen für die Förderung von Kindern mit Lern-, Sprach- und Entwicklungsstörungen zu deckeln. Durch die Verteilung der Kinder auf eine größere Zahl von Schulen sind die Bedingungen in den Schulen schlechter als vorher. Hinzu kommt der größere Förderbedarf durch die steigende Zahl von Flüchtlingskindern, mit denen auch in Wuppertal  zu rechnen ist. „Auch diese Kinder haben ein Recht auf Förderung und schulische Bildung.“