Gute Bildung gibt es nicht umsonst!

Zweiter Streiktag in kommunalen Kitas

Für den morgigen Donnerstag hat die GEW ihre Mitglieder in den kommunalen Kindertageseinrichtungen zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Streikschwerpunkte sind Köln sowie Bonn/Rhein-Sieg, Dortmund, Duisburg, Herne, Essen sowie Münster und Bielefeld. Auch an einzelnen kommunalen Volkshochschulen werden Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen.

"Erst wenn die Kita zu ist, der Nahverkehr still steht oder die Mülltonnen überlaufen, wird allen bewusst, was der öffentliche Dienst leistet. Die Politiker müssen endlich begreifen, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst nicht nur ein Kostenfaktor sind", erklärte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer in Essen. Die kommunalen Arbeitgeber bräuchten jetzt deutliche Signale, dass vor der dritten und letzten Verhandlungsrunde (31.3./1.4. in Potsdam) die Erwartungen der Beschäftigten hoch seien.

Die GEW bittet die betroffenen Eltern um Verständnis für die geplanten Streikmaßnahmen und sieht die Notwendigkeit einer wirksamen Gehaltserhöhung gut begründet. Dorothea Schäfer: "Es geht um einen Nachholbedarf für die Reallohnverluste der letzten Jahre. Und es geht um einen Nachholbedarf des öffentlichen Dienstes gegenüber der Tarifentwicklung in anderen Bereichen. Wir fordern einen Grundbetrag von 100,- Euro und 3,5 % lineare Erhöhung."

Das GEW-Motto "Bildung ist MehrWert" bleibt auch in der Tarifrunde 2014 aktuell. Die GEW-Landesvorsitzende ist überzeugt, gute Bildung sei die wichtigste Ressource in unserem Land. Schäfer wörtlich: "Gute Bildung gibt es nicht umsonst! Wer dem drastischen Fachkräftemangel in Kindertageseinrichtungen etwas entgegensetzen möchte, muss die Gehälter der Erzieherinnen endlich anheben. Nur so werden sich in den nächsten Jahren genügend junge Frauen und hoffentlich auch mehr junge Männer für diesen Beruf interessieren."