Voraussetzung für gute Arbeit

GEW-Gesundheitstag: Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die GEW fordert eine spürbare Entlastung der Beschäftigten im Bildungsbereich. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz muss dringend verbessert werden. Dafür soll ein landesweites Konzept für qualitatives Arbeits- und Gesundheitsmanagement in den Schulen und Bildungseinrichtungen entwickelt werden.

"Psychische Belastungen sind eine Hauptursache für langfristige Erkrankungen im Schulbereich. Die Kolleginnen und Kollegen gehen angesichts der vielfältigen Herausforderungen bis an die Belastungsgrenze - und immer häufiger darüber hinaus. Das Schulministerium ist für die Gesundheit der Lehrkräfte am Arbeitsplatz Schule verantwortlich", sagte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer anlässlich des dritten Gesundheitstages der Gewerkschaft zum Thema "Veränderungen brauchen gesunde Beschäftigte und gute Arbeitsbedingungen".

Um die wachsenden Anforderungen an eine Schule als moderne "Bildungseinrichtung" mit einem Bildungs- und Erziehungsauftrag bewältigen zu können, hält die GEW es für erforderlich, ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit und Bildung zu entwickeln. Die gesunde Schule zeichne sich dadurch aus, dass sie Gesundheits- und Bildungschancen von Schülerinnen und Schülern fördere und beide Aspekte miteinander verknüpfe. Neben diesem Anspruch stehe, so die GEW-Landesvorsitzende, gleichberechtigt die Notwendigkeit einer gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung und -umgebung. Schäfer wörtlich: "Damit ist Lehrergesundheit ebenfalls ein wichtiges Thema der gesunden Schule."

Die GEW setzt sich seit Jahren für einen besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz ein und wacht zusammen mit den Personalvertretungen für die Einhaltung der Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes. Auf der Fachtagung geht es um Themen wie alters- und alterngerechtes Arbeiten, Erfassung und Reduktion psychosozialen Belastungsfaktoren und gesundheitsorientiertes Schulmanagement. Praktische Workshopangebote zum ressourcenorientierten Umgang mit Inklusion, Gewalt an Schulen und Lärmprävention runden das Fortbildungsangebot ab.