Der Zug rollt - NRW bitte einsteigen

Pressemitteilung zur Aktion vor dem Landtag am 26.11.

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Foto: Andreas Hirsch, Objekt: Kuttner

GEW NRW macht weiter Druck: JA 13 für alle – Landtagsaktion am 26.11. ab 15.30 Uhr

Das Motto: „Der Zug für faire Besoldung rollt – NRW bitte einsteigen!“

Mit bundesweiten Aktionen erhöht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft den Druck auf die Landesregierungen für eine gleiche Bezahlung aller voll ausgebildeten Lehrkräfte, so auch in NRW. Mit einer Aktion vor dem Düsseldorfer Landtag verweist die GEW NRW auf die Gehaltsentwicklung in anderen Bundesländern und mahnt die Landesregierung, nicht den Anschluss zu verpassen. An den Düsseldorfer Grundschulen stehen die Loks bereits fertig gebastelt in der Wagenhalle. Der Zug für faire Besoldung rollt – Düsseldorf bitte einsteigen! Der Stadtverband der GEW Düsseldorf ruft die Kolleg*innen auf zur Teilnahme an der landesweiten Aktion vor dem Landtag am 26. November 2019.

Dazu erklärte Sylvia Burkert, Vorsitzende der GEW Düsseldorf: „Viele andere Bundesländer bezahlen ihre Lehrer*innen bereits gerecht. Es wird höchste Zeit, dass NRW endlich auf den Zug aufspringt und seine Ankündigung wahr macht. Deswegen lässt die GEW NRW nicht locker. Schulministerin Yvonne Gebauer muss ihre Zusage, für A 13 Z/EG 13 als einheitliches Einstiegsgehalt für alle Lehrer*innen zu sorgen, endlich umsetzen. Die Geduld der gewerkschaftlich organisierten Lehrkräfte ist zu Ende. Die Landesregierung spielt auf Zeit und verliert den Anschluss. Es gibt keine sachlichen Gründe, Lehrkräfte an Grundschulen und an den Schulformen der Sekundarstufe I schlechter zu bezahlen. Andere Bundesländer machen uns vor, wie es geht.“

Monika Maraun und Holger Thrien, Leiter*innen der Fachgruppe Grundschulen der GEW Düsseldorf, fügen hinzu: Holger Thrien wörtlich: „Lehrer*innen verdienen endlich mehr Anerkennung und Wertschätzung für ihre Arbeit. Deshalb keine weitere Verzögerung.“ Und mit Blick auf mögliche Klageverfahren, die die GEW NRW vorbereitet hat, betonte Monika Maraun: „Wir wollen nicht, dass Gerichte darüber entscheiden müssen. Wir brauchen eine gerechte gesetzliche Regelung.“ Holger Thrien und Monika Maraun bekräftigen zudem ein zentrales politisches Ziel der GEW im Rahmen der JA 13 - Kampagne: „Bei der anstehenden Reform der Besoldung dürfen diejenigen nicht abgehängt werden, die zwar nach einer alten Studienordnung studiert haben, deren Berufserfahrung aber die inzwischen verlängerte Ausbildungszeit mehr als aufwiegt und die in der aktuellen Situation des Lehrkräftemangels zudem viele zusätzliche Aufgaben wie die Einarbeitung von Kolleg*innen ohne Lehramt übernehmen. Berufserfahrung und die Übernahme von Verantwortung müssen angemessen honoriert werden.“

Info: Bundesweit hat bereits eine Reihe Länder eine gerechtere Bezahlung auf den Weg gebracht. Für Grundschullehrkräfte ist A13/E13 in Brandenburg, Berlin und Sachsen umgesetzt. In Bremen und Schleswig-Holstein sind Stufenpläne vereinbart. In Niedersachsen werden Zulagen eingeführt. In diesen Ländern ging es auch um die Lehrkräfte an Schulen der Sekundarstufe I, die noch nach A12/E11 bezahlt wurden. In Thüringen werden ab 2020 Regelschullehrkräfte in A13 eingruppiert. In Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg laufen Gespräche mit den Landesregierungen, um die Besoldung anzuheben.

Organisatorisches: Landesweite GEW-Aktion vor dem Düsseldorfer Landtag: „Der Zug für faire Besoldung rollt – NRW bitte einsteigen!“ am 26. November, 15.30 Uhr, Wiese vor dem Landtag

Kontakt: Holger Thrien 02102/717772
Moni Maraun 0211/441577

Dr. Sylvia Burkert, Vorsitzende GEW Düsseldorf
Düsseldorf, 22. November 2019