Freiberuflich in der Bildung Tätige nicht vergessen - Honorare für ausgefallene Stunden zahlen: jetzt!

Ohne Moos gar nix los!

Schreibmaschine

Foto: Andreas Hirsch, Objekt: Kuttner

Das gilt gerade für die Tausenden von Freiberufler*innen in der Bildung. Sie sind Honorarkräfte und erhalten nun kein Honorar mehr, da sie nur für geleistete Stunden bezahlt werden. Sie sind somit von der Schließung der Bildungseinrichtungen, wie z.B. Volkshochschulen, wegen SARS-CoV-2 besonders betroffen. Auch konnten die meisten nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlen und erhalten also daraus auch keine Zahlungen. Sie stehen mit ihren Familien plötzlich ohne Einkommen da.
Die GEW fordert, diesen Beschäftigten unverzüglich großzügige Hilfen zukommen zu lassen, um Notlagen zu vermeiden. Die derzeitige Gesundheitskrise darf nicht dazu führen, dass Menschen, die sich mit viel Engagement um die Aus- und Weiterbildung der Bevölkerung in zahlreichen Bildungsbereichen einsetzen, jetzt unsolidarisch alleine gelassen werden. Es gilt, die Kolleg*innen jetzt so zu unterstützen, dass sie weder durch das soziale Netz fallen, noch gehindert werden, nach Ende der Krise mit ihrer wichtigen Arbeit fortzufahren, da sie sich zwischenzeitlich anderweitig orientieren mussten.

In einem Brief an Oberbürgermeister Geisel und die Ratsfraktionen der Stadt fordert das Leitungsteam des Düsseldorfer Stadtverbandes der GEW, Gabriella Lorusso und Sylvia Burkert, die Volkshochschule betreffend, „dass die Stadt ihren VHS-Lehrkräften in diesem Notfall zur Seite steht und der Ausfall ihrer Honorareinkünfte für die Schließzeit in vollem Umfang ausgeglichen wird. Als dringend notwendige Sofortmaßnahme bitten wir Sie darum, zumindest die bislang erbrachten Unterrichtsstunden jetzt zu vergüten und nicht auf das Kurs-/Modulende zu warten.“

Düsseldorf, den 19.3.2020

Dr. Sylvia Burkert, Gabriella Lorusso
Leitungsteam der GEW Düsseldorf

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