Hilfen für Freiberufler*innen in der derzeitigen Krise

GEW und Weitere informieren

Unsere Kolleg*innen, die auf Honorarbasis arbeiten, trifft die Absage von Bildungsveranstaltungen besonders hart. Hier einige Informationen.
Hilfen für Freiberufler*innen in der derzeitigen Krise

Foto: Adam Vega auf Pixabay

Aktualisiert: 12.6.2020, 12:15 Uhr

Hochschulen verschieben das Semester, Volkshochschulen und Sprachschulen waren geschlossen und sind es teils noch, Lehrgänge fielen und fallen aus, weil die Teilnehmer*innen nicht mehr kommen wollen oder können – damit fiel und fällt nicht nur an den öffentlichen Schulen, sondern auch an den Hochschulen und in der Weiterbildung der Unterricht aus.
Was bedeutet das für selbständig in der Bildung Tätige und für Lehrbeauftragte an den Hochschulen?

Neu 14.5.: GEW NRW informiert: Soforthilfe im März und April für Solo-Selbstständige - Eine gute Entscheidung, aber nicht ausreichend! Weiterlesen...

Neu 13.5.: Landesregierung weitet Investitionen in die NRW-Soforthilfe und das MKW-Soforthilfeprogramm aus - Die Landesregierung gewährt manchen Solo-Selbstständigen einen indirekten Zuschuss von insgesamt 2000 Euro. Weiterlesen...

Alles zur NRW Soforthilfe - auch für Soloselbstständige und Freiberufler*innen.
Sollte die Hilfe nicht greifen oder reichen, kann ALGII beantragt werden - derzeit auch in einem vereinfachten Verfahren. Das Jobcenter informiert (auch für Selbstständige!).

Über Probleme, die es bei der Verwendung der Gelder geben kann, informiert die GEW auf ihrer Seite sowie im Infoblatt Weiterbildung April 2020.

neu 27.4.: Dazu gibt es jetzt auch die Petition "Corona Soforthilfen - Beschränkungen für Soloselbständige und Freiberufler ändern!".

Ebenso hat die GEW Bayern ein Infoblatt zusammengestellt, das laufend aktualisiert wird.
neu 8.4.: Für Kolleg*innen, die ALGII beantragen müssen, gibt es ebenfalls wichtige Infos.
neu 25.4.: Kolleg*innen, die in BAMF- und BA-Kurse und Reha arbeiten, sollten auch diese Info zum Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SoDEG) beachten.
Mitglieder der GEW NRW können sich bei Fragen an den Rechtsschutz wenden.

Der Bund der Steuerzahler NRW e.V. gibt Hinweise und Tipps zu den öffentlichen Förder- und Unterstützungsprogrammen. Außerdem werden Musterbriefe für Stundungsanträge bei fälligen Steuern und Abgaben zur Verfügung gestellt.

Die GEW Bund hat am 20. März eine Pressemitteilung herausgegeben.
Für Kurse auf Landesebene und kommunal verantwortete Kurse hat sich die GEW NRW in einem Schreiben an den Parlamentarischen Staatssekretär Klaus Kaiser im Ministerium für Kultur und Wissenschaft sowie an die Kulturdezernate und VHS-Leitungen der NRW-Städte gewandt.
neu 6.4.: Die GEW Düsseldorf hat am 18. März und am 6. April ein Schreiben an Oberbürgermeister Geisel gerichtet, in dem sie um Erstattung weggefallener Honorare der VHS-Dozent*innen bittet, s. Downloadbereich. Am 19. März veröffentlichte sie eine Pressemitteilung zum Thema.
neu 28.4.: Am 28. April wendete sie sich nach einer negativen Antwort des Oberbürgermeisters in einem weiteren Brief an die Ratsfrationen. Alle diese Dokumente finden sich unten im Downloadbereich.

neu 27.3.: Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen bietet Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen, Kleinunternehmer und Solo-Selbständige (NRW-Soforthilfe). Informationen zu dem Programm der Bundesregierung und ein Antragsformular finden Sie seit Freitag, 27.3. auf der Homepage des Ministeriums.

Ebenso bietet der Bundesverband der Freien Berufe Informationen, auch übersichtlich in einer Tabelle zusammengefasst.

Auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat viele Informationen gesammelt.

Infos des VHS-Landesverbandes.

FAQs des BAMF zu Corona.

Wir bemühen uns, alle neuen Informationen zeitnah hier zu veröffentlichen.


neu 28.4.:

Alle Infos und Leistungen kostenlos von der GEW?

Die GEW hat diese und weitere Infos für selbständige Lehrkräfte in der Corona-Krise bisher kostenlos für alle zur Verfügung gestellt.

Gerade die aktuelle Krise zeigt, wie wichtig gewerkschaftliche Solidarität auch für Soloselbständige ist. Wir informieren schnell und sehr genau, tragen die Informationen aus verschiedensten Quellen für euch zusammen. Darin werden die amtlichen Infos kritisch bewertet und praktische Tipps zum Umgang damit gegeben. Die GEW setzt sich auch politisch für Verbesserungen ein – öffentlich, gegenüber dem BAMF und der BA, gegenüber den Ministerien und vor Ort gegenüber der Stadt.
Beim Thema der Honorarfortzahlung in den Kursen, die vom BAMF oder der BA finanziert werden, war es erfolgreich (leider noch nicht für alle). In anderen Punkten früher auch schon, z.B. das erhöhte Mindesthonorar (wenn auch immer noch zu niedrig) in Integrationskursen, die Senkung der Mindestbeiträge zur Krankenversicherung, für angestellte Kolleg*innen der Tarifvertrag zum Mindestlohn in der Weiterbildung. Natürlich war noch nicht alles erfolgreich, was wir wollen.

Die Zahl der selbständigen GEW-Mitglieder hat sich seit März 2020 aber kaum erhöht: Die weitaus meisten freiberuflichen Lehrkräfte nehmen die Infos der GEW gerne kostenlos in Anspruch und profitieren von politischen Erfolgen mit. So wie sie eben auch erwarten, dass Lehrmaterial und online-Plattformen kostenlos sein sollen, weil sie nicht verstehen: diese Autor*innen und Programmierer*innen möchten auch gerne für ihre Arbeit bezahlt werden, nicht nur Lehrkräfte.

Der Gewerkschaftsbeitrag von 0,55 % der Honorare, mindestens ca. 12 Euro im Monat (Betriebsausgabe, mindert also Steuern und SV-Beiträge) ist den meisten dann doch zu hoch. Auch wenn fast alles im Internet kostenlos ist: Die GEW setzt auf Professionalität, und das kostet Geld. Hauptamtliche Mitarbeiter*innen unserer Gewerkschaft haben viele Arbeitsstunden alleine mit dem Thema „Corona und Selbständige“ verbracht. Und diese Arbeit bezahlen die GEW-Mitglieder. Übrigens weit überwiegend die Lehrkräfte im Beamtenverhältnis, die damit solidarisch sind zu den freiberuflichen Kolleg*innen.

Wir als Gewerkschaft erwarten jetzt aber auch das Engagement der selbständigen Kolleg*innen.

Und da reicht es nicht, wenn man Mitglied in einer facebook-Gruppe, in losen kostenfreien Arbeitskreisen oder in anderen Berufsverbänden ist. Die GEW braucht schon selbst viele Mitglieder aus dieser Berufsgruppe der selbständigen Lehrkräfte und auch deren Mitgliedsbeiträge, um für sie mit Erfolg aktiv zu sein. Nicht nur wegen des Geldes. Wie sollen wir glaubwürdig als Interessensvertretung auftreten, wenn nur ganz wenige Honorarlehrkräfte uns per Mitgliedschaft beauftragt haben? Das bedeutet: Alle anderen, also die meisten, wollen gar keine politische, rechtliche und wirtschaftliche Vertretung durch eine Gewerkschaft. Vielleicht, weil sie mit ihren Arbeitsbedingungen völlig zufrieden sind, auch jetzt in der Krise noch?

Auch wer bisher in einer anderen DGB-Gewerkschaft war (z.B. weil er*sie früher in einer anderen Branche arbeitete), kann lückenlos zur GEW wechseln. Zuständig für Bildungsberufe im DGB ist nur die GEW, nur hier findet ihr eine professionelle gewerkschaftliche Vertretung speziell für eure Interessen. Wer wegen früherer anderer Tätigkeit noch Mitglied der IG Metall, bei ver.di oder anderen fachfremden Gewerkschaften ist, kann lückenlos wechseln und hat dann auch sofort alle Mitgliederrechte. Und wer in verschiedenen Bereichen erwerbstätig ist, kann „Doppelmitglied“ mit ermäßigtem Beitrag sein. Hier geht es weiter:

Mitglied werden

oder „klassisch“ per Papier und Brief/Fax