Neues Schuljahr - alte Probleme!

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Foto: Andreas Hirsch, Objekt: Kuttner

Lage an den Schulen wirksam verbessern – Versprechungen einhalten
Trotz gegenteiliger Beteuerungen der verantwortlichen Bildungspolitiker des Landes ist die Lehrerversorgung auch an Düsseldorfs Schulen in nahezu allen Schulformen ein Handicap für einen qualitativ guten Unterricht, von der Inklusion ganz zu schweigen! Es fehlen 700 Lehrer*innen an Düsseldorfs Schulen! Zahlreiche ungelöste Probleme, landesweit und auch in Düsseldorf, belasten die Arbeit der Schulen zu Beginn des neuen Schuljahres. Auf dem Papier regierungsamtlicher Verlautbarungen und Statistiken ist die Lage gut. In den Schulen jedoch ist der Alltag viel zu oft gekennzeichnet durch Mängelverwaltung und die säumige Umsetzung von Versprechungen.

Fehlanzeige bei der Besoldung!
„Die Kolleg*innen warten nun bereits seit zwei Jahren darauf, dass der Ankündigung, die in Teilen verfassungswidrige Besoldung der Lehrer*innen in Grund-, Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen korrigieren zu wollen, endlich entsprochen wird. Fehlanzeige“, kommentierte Maike Finnern, Landesvorsitzende der GEW in Nordrhein-Westfalen. Sylvia Burkert vom Stadtverband Düsseldorf der GEW dazu: „Im Oktober 2017 hat Ministerin Yvonne Gebauer im Landtag angekündigt, dass endlich die besoldungsrechtlichen Konsequenzen aus der Reform der Lehrerausbildung aus dem Jahr 2009 gezogen werden sollten.

  • Das war die Festlegung, dass gleichwertig ausgebildete Lehrer*innen gleich bezahlt werden.
  • Das war die Ankündigung, dass A 13 Z/EG 13 zum Einstieg für alle Lehrer*innen gelten soll.
  • Wie lange sollen die Kolleg*innen noch hingehalten werden, bis es in der Landesregierung einen abgestimmten und solide finanzierten Lösungsvorschlag gibt?“


Auf die Agenda der Landesregierung für das Schuljahr 2019/20 gehörten aus Sicht der Bildungsgewerkschaft folgende Themen:

  • Nachsteuerung bei der Neuausrichtung der schulischen Inklusion durch rechtlich verbindliche Umsetzung der neuen Berechnungsformel 25 – 3 – 1,5.
  • Vorlage des lange überfälligen „Masterplans Grundschule“. Überflüssige Methodenkritik und die problematische Einführung eines Grundwortschatzes kosten nichts, bedienen die Stammtische und verbessern die Lage der Grundschulen kaum.
  • Ausstattung der Lehrer*innen mit dienstlichen digitalen Endgeräten auf Grundlage einer Verständigung mit den kommunalen Schulträgern.
  • Vorlage eines Konzeptes zur Einführung eines „schulscharfen“ Sozialindex. Ungleiches muss endlich verlässlich und ausreichend ungleich behandelt werden.
  • Senkung der Arbeitszeit und der Arbeitsbelastung der Lehrer*innen in Nordrhein-Westfalen.


Wir fordern die Düsseldorfer Kommunalpolitiker *innen auf, sich für diese Agenda bei der Landesregierung stark zu machen!

Düsseldorf, den 28.8.2019

Sylvia Burkert u. Gabriella Lorusso
Leitungsteam der GEW Düsseldorf