Tarifrunde TVöD gestartet

Kein Angebot der Arbeitgeber an die Beschäftigten

Tarifrunde TVöD gestartet

Foto: Haifischbaby

Potsdam, 1.9.2020 – Heute begannen in Potsdam die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen. Die Gewerkschaften stellten zum Auftakt ihre Forderungen und Erwartungen vor: 4,8 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro und die Angleichung der Arbeitszeit Ost an West.

Die Arbeitgeber haben diese Forderungen bereits vorab als völlig überzogen bezeichnet. Sie stellen sich minimale Entgeltsteigerungen bei einem Abschluss mit einer mehrjährigen Laufzeit vor. Daniel Merbitz, im GEW-Vorstand für die Tarifarbeit verantwortlich, kritisierte, dass die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt haben: "Die Kolleginnen und Kollegen haben vollen Einsatz gezeigt, damit wir alle gut durch die Krise gekommen sind, jetzt brauchen sie eine gerechte Entgelterhöhung!" Auch bei der Arbeitszeit Ost im kommunalen Bereich müsse etwas passieren. "Nach 30 Jahren deutscher Einheit ist die Einheit bei der Arbeitszeit längst überfällig", so Merbitz.

Jetzt müssen die Beschäftigten zeigen, dass sie die Forderungen ihrer Gewerkschaften unterstützen. Geplant sind zwei weitere Verhandlungsrunden am 19./20. September und am 22./23. Oktober.

Quelle: GEW Tariftelegramm TVöD, 1.9.2020

 

Bei der Tarifrunde 2020 für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD) geht es um weit über zwei Millionen Beschäftigte. Die GEW vertritt dabei Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie weitere Pädagoginnen und Pädagogen, die im Sozial- und Erziehungsdienst oder in anderen Bereichen von Bund und Kommunen arbeiten.