„'Vergessene' Geschichte Berufsverbote – Politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland“

45 Jahre Radikalenerlass: Rehabilitation und Entschädigung der vom Berufsverbot Betroffenen in NRW ist überfällig!
Imbiss bei der Ausstellungseröffnung "Berufsverbote"

Foto: Bettina Ohnesorg

Am 28. Januar 1972 beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz den sogenannten Radikalenerlass. Rund 3,5 Millionen Bewerberinnen und Bewerber wurden daraufhin bundesweit mit tatkräftiger Unterstützung des Verfassungsschutzes von den Einstellungsbehörden auf ihre politische „Zuverlässigkeit“ durchleuchtet. Es herrschte ein Klima von Angst und Verunsicherung. Tausende von Verfahren führten dazu, dass 1250 Bewerberinnen und Bewerber für den öffentlichen Dienst abgelehnt wurden und Berufsverbot erhielten. 265 Kolleginnen und Kollegen wurden entlassen und erhielten ebenso Berufsverbot.