Dauerstellen für Daueraufgaben – jetzt Petition unterzeichnen!

Dauerstellen für Daueraufgaben – jetzt Petition unterzeichnen!

Quele: gew.de

Petition unterzeichnen

Aus der Pressemitteilung der GEW vom 25. November 2020:

GEW: „Dauerstellen für Daueraufgaben, mindestens aber 50 Prozent!“

Bildungsgewerkschaft startet Online-Petition – gestützt auf neue wissenschaftliche Expertise
Berlin – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) setzt ihren Kampf für mehr Dauerstellen für Daueraufgaben in der Wissenschaft fort und erhöht mit einer Online-Petition den Druck auf Bund und Länder, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. „Mit der Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG), Bund-Länder-Programmen und Kodizes für Gute Arbeit ist zwar eine Reihe von Maßnahmen für bessere Beschäftigungsbedingungen und verlässliche Karrierewege ergriffen worden. Diese waren aber nur begrenzt wirksam. Politik und Wissenschaftseinrichtungen müssen jetzt nachlegen“, sagte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung, zur Eröffnung der Jubiläumskonferenz „Zehn Jahre Templiner Manifest – Der Kampf geht weiter“, die heute im Livestream im Internet ausgestrahlt wird.

Im Mittelpunkt der heute gestarteten GEW-Online-Petition steht die Forderung nach „Dauerstellen für Daueraufgaben in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement“. Mindestens 50 Prozent des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals neben der Professur sollten auf Dauerstellen beschäftigt werden, heißt es in dem Aufruf. Derzeit seien dies an den Hochschulen lediglich 18 Prozent, unter den wissenschaftlichen Angestellten an Universitäten sogar nur elf Prozent. Weiter macht sich die GEW für einen „kräftigen Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen“, „gleiche Chancen auf eine erfolgreiche akademische Laufbahn für alle“, „wirksame Mitbestimmungsrechte“ sowie „krisenfeste Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ stark. In der gegenwärtigen Coronakrise müssten befristete Arbeitsverträge, Stipendien und Ausbildungsförderung „um die Zeit der pandemiebedingten Beeinträchtigungen, mindestens aber um zwölf Monate“ verlängert werden.

Bestätigt sieht sich die GEW mit ihrer Initiative durch die Ergebnisse einer Expertise über die Entwicklung der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft seit 2006, die während der Konferenz vorgestellt wird. „Dank der 2010 mit dem Templiner Manifest gestarteten Kampagne für den ‚Traumjob Wissenschaft‘ haben es prekäre Beschäftigung und steinige Karrierewege in Hochschule und Forschung ganz nach oben auf die wissenschaftspolitische Agenda geschafft. Die Effekte der Maßnahmen, die Politik und Wissenschaftseinrichtungen ergriffen haben, sind aber überschaubar. So hat der Qualitätspakt Lehre nichts gegen die miserable Betreuungssituation für Studierende ausgerichtet, Selbstverpflichtungen für Gute Arbeit haben nicht zu mehr Dauerstellen an den Hochschulen geführt, im Zuge des Tenure-Track-Programms vorgelegte Personalentwicklungskonzepte heben vor allem darauf ab, den Ausstieg aus der Wissenschaft zu gestalten statt Perspektiven für eine dauerhafte Beschäftigung zu verbessern. Bund und Länder, Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen ihre Strategien dringend nachjustieren“, mahnte GEW-Vize Keller. [weiterlesen...]