Hilfen für Freiberufler*innen in der derzeitigen Krise

GEW und Weitere informieren

Unsere Kolleg*innen, die auf Honorarbasis arbeiten, trifft die Absage von Bildungsveranstaltungen besonders hart. Hier einige Informationen.
Hilfen für Freiberufler*innen in der derzeitigen Krise

Foto: Adam Vega auf Pixabay

Aktualisiert: 2.2.2021, 14:00 Uhr

Hochschulen verschieben das Semester, Volkshochschulen und Sprachschulen waren geschlossen und sind es teils noch oder wieder, Lehrgänge fielen und fallen aus, weil die Teilnehmer*innen nicht mehr kommen wollen oder können – damit fiel und fällt nicht nur an den öffentlichen Schulen, sondern auch an den Hochschulen und in der Weiterbildung der Unterricht aus.
Was bedeutet das für selbständig in der Bildung Tätige und für Lehrbeauftragte an den Hochschulen?

aktualisiert 1.2.: Die GEW Bayern betreibt eine spezielle Informationsseite.
Dort finden sich Informationen zur Dezemberhilfe (kann noch bis Ende April beantragt werden), zur Neustarthilfe ab Januar, zum Einkommensausfall, Beantragung von ALG II und SodEG sowie zu Neuerungen bei SodEG und ALG II.

Mitglieder der GEW NRW können sich bei Fragen an den Rechtsschutz wenden.
Informationen werden auch in einem Ticker aktualisiert.

neu 16.12.: Die GEW NRW fordert: "Mehr Sicherheit in Corona-Zeiten für Selbstständige"

neu 1.2.2021: Das Bundesfinanzministerium informiert: "Überbrückungshilfe III"

Alles zur NRW Soforthilfe - auch für Soloselbstständige und Freiberufler*innen.
Sollte die Hilfe nicht greifen oder reichen, kann ALGII beantragt werden - derzeit auch in einem vereinfachten Verfahren. Das Jobcenter informiert (auch für Selbstständige!).

neu 2.2.2021: Downloadbereich: Brief an Oberbürgermeister Dr. Keller zu weiterer Zahlung von Ausfallhonoraren für VHS-Dozent*innen.

Neu 9.11.: "Hamburger Appell" zur Lage in der Weiterbildung (kann unterzeichnet werden und es gibt außerdem sehr viele Infos zum Thema)

Neu 27.4.: Es gibt die Petition "Corona Soforthilfen - Beschränkungen für Soloselbständige und Freiberufler ändern!".

Neu 1.2.2021: Es gibt die Petition "Widerspruch gegen die Rückzahlungsforderung der Corona-Soforthilfe".

Neu 2.11.: ver.di bietet ein Corona - FAQ für Solo-Selbstständige.

Neu 4.11.: Der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. (VGSD) informiert.

Der Bund der Steuerzahler NRW e.V. gibt Hinweise und Tipps zu den öffentlichen Förder- und Unterstützungsprogrammen. Außerdem werden Musterbriefe für Stundungsanträge bei fälligen Steuern und Abgaben zur Verfügung gestellt.

neu 27.3.: Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen bietet Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen, Kleinunternehmer und Solo-Selbständige (NRW-Soforthilfe). Informationen zu dem Programm der Bundesregierung und ein Antragsformular finden Sie seit Freitag, 27.3. auf der Homepage des Ministeriums.

Ebenso bietet der Bundesverband der Freien Berufe Informationen.

Auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat viele Informationen gesammelt.

Infos des VHS-Landesverbandes.

Wir bemühen uns, alle neuen Informationen zeitnah hier zu veröffentlichen.


neu 28.4.:

Alle Infos und Leistungen kostenlos von der GEW?

Die GEW hat diese und weitere Infos für selbständige Lehrkräfte in der Corona-Krise bisher kostenlos für alle zur Verfügung gestellt.

Gerade die aktuelle Krise zeigt, wie wichtig gewerkschaftliche Solidarität auch für Soloselbständige ist. Wir informieren schnell und sehr genau, tragen die Informationen aus verschiedensten Quellen für euch zusammen. Darin werden die amtlichen Infos kritisch bewertet und praktische Tipps zum Umgang damit gegeben. Die GEW setzt sich auch politisch für Verbesserungen ein – öffentlich, gegenüber dem BAMF und der BA, gegenüber den Ministerien und vor Ort gegenüber der Stadt.
Beim Thema der Honorarfortzahlung in den Kursen, die vom BAMF oder der BA finanziert werden, war es erfolgreich (leider noch nicht für alle). In anderen Punkten früher auch schon, z.B. das erhöhte Mindesthonorar (wenn auch immer noch zu niedrig) in Integrationskursen, die Senkung der Mindestbeiträge zur Krankenversicherung, für angestellte Kolleg*innen der Tarifvertrag zum Mindestlohn in der Weiterbildung. Natürlich war noch nicht alles erfolgreich, was wir wollen.

Die Zahl der selbständigen GEW-Mitglieder hat sich seit März 2020 aber kaum erhöht: Die weitaus meisten freiberuflichen Lehrkräfte nehmen die Infos der GEW gerne kostenlos in Anspruch und profitieren von politischen Erfolgen mit. So wie sie eben auch erwarten, dass Lehrmaterial und online-Plattformen kostenlos sein sollen, weil sie nicht verstehen: diese Autor*innen und Programmierer*innen möchten auch gerne für ihre Arbeit bezahlt werden, nicht nur Lehrkräfte.

Der Gewerkschaftsbeitrag von 0,55 % der Honorare, mindestens ca. 12 Euro im Monat (Betriebsausgabe, mindert also Steuern und SV-Beiträge) ist den meisten dann doch zu hoch. Auch wenn fast alles im Internet kostenlos ist: Die GEW setzt auf Professionalität, und das kostet Geld. Hauptamtliche Mitarbeiter*innen unserer Gewerkschaft haben viele Arbeitsstunden alleine mit dem Thema „Corona und Selbständige“ verbracht. Und diese Arbeit bezahlen die GEW-Mitglieder. Übrigens weit überwiegend die Lehrkräfte im Beamtenverhältnis, die damit solidarisch sind zu den freiberuflichen Kolleg*innen.

Wir als Gewerkschaft erwarten jetzt aber auch das Engagement der selbständigen Kolleg*innen.

Und da reicht es nicht, wenn man Mitglied in einer facebook-Gruppe, in losen kostenfreien Arbeitskreisen oder in anderen Berufsverbänden ist. Die GEW braucht schon selbst viele Mitglieder aus dieser Berufsgruppe der selbständigen Lehrkräfte und auch deren Mitgliedsbeiträge, um für sie mit Erfolg aktiv zu sein. Nicht nur wegen des Geldes. Wie sollen wir glaubwürdig als Interessensvertretung auftreten, wenn nur ganz wenige Honorarlehrkräfte uns per Mitgliedschaft beauftragt haben? Das bedeutet: Alle anderen, also die meisten, wollen gar keine politische, rechtliche und wirtschaftliche Vertretung durch eine Gewerkschaft. Vielleicht, weil sie mit ihren Arbeitsbedingungen völlig zufrieden sind, auch jetzt in der Krise noch?

Auch wer bisher in einer anderen DGB-Gewerkschaft war (z.B. weil er*sie früher in einer anderen Branche arbeitete), kann lückenlos zur GEW wechseln. Zuständig für Bildungsberufe im DGB ist nur die GEW, nur hier findet ihr eine professionelle gewerkschaftliche Vertretung speziell für eure Interessen. Wer wegen früherer anderer Tätigkeit noch Mitglied der IG Metall, bei ver.di oder anderen fachfremden Gewerkschaften ist, kann lückenlos wechseln und hat dann auch sofort alle Mitgliederrechte. Und wer in verschiedenen Bereichen erwerbstätig ist, kann „Doppelmitglied“ mit ermäßigtem Beitrag sein. Hier geht es weiter:

Mitglied werden

oder „klassisch“ per Papier und Brief/Fax