Noch Hoffnung auf Honorarerhöhung an der Volkshochschule Düsseldorf?

Pressemitteilung des GEW Stadtverbandes Düsseldorf, des ver.di Bezirks Düssel-Rhein-Wupper und des DGB-Stadtverbandes Düsseldorf

Die städtischen Etatberatung gehen in die letzte Runde. Der Posten für die längst überfälligen Honorarerhöhungen darf im Haushalt 2019 nicht fehlen. OB Geisel selbst sprach bei verschiedenen Anlässen von zu niedrigen Honoraren.
Protestierende VHS-Dozent*innen: Unsere Arbeit nichts wert?

Foto: Sylvia Burkert

Gibt es Hoffnung auf eine längst überfällige Honorarerhöhung für die freien Lehrkräfte an der Volkshochschule Düsseldorf?

Im Schulausschuss Anfang November wurde der Antrag der Partei Die LINKE auf 35,- € Honorar pro Unterrichtsstunde an der VHS abgelehnt. Die SPD-Fraktion im Schulausschuss verwies aber darauf, dass sie bis zur Etatsitzung im Dezember einen eigenen Entwurf vorlegen und auch interfraktionell abstimmen möchte. Es ist mittlerweile Konsens im Rathaus, dass die Honorare mindestens auf das Niveau der Honorare für Integrationskurslehrkräfte (35,- €, festgelegt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)) angehoben werden müssen. Wir betonen nochmals, dass andere Städte wie Köln dies zumindest für Lehrkräfte im DaF-Bereich (Deutsch als Fremdsprache) und einige andere längst zahlen. Mit 35 Euro brutto werden sowohl Vorund Nachbereitung des Unterrichts abgegolten, müssen Rücklagen für Urlaub und Krankheitszeiten gebildet werden sowie die monatlichen Beiträge zu den Sozialversicherungen in vollem Umfang gezahlt werden. Deshalb stellt dieser Betrag nicht mehr als einen ersten Schritt zu einer anständigen Entlohnung für Lehrkräfte mit einem Hochschulabschluss dar. Oberbürgermeister Geisel hat sich bei seiner Rede am 1.Mai auf dem Johannes-Rau-Platz für gute Arbeit eingesetzt. Das Versprechen könnte er jetzt einlösen!

Düsseldorf, den 15.11.2018

Sigrid Wolf, Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Düsseldorf
Uwe Foullong, stellvertretender Geschäftsführer ver.di Bezirk Düssel-Rhein-Wupper Gabriella Lorusso und Sylvia Burkert, Leitungsteam des Stadtverbandes Düsseldorf der GEW