Klappe die Zweite:
Mitbestimmung der Dozierenden soll geschreddert werden!
Wir – und erst recht die Betroffenen - waren schon fassungslos, als die VHS die Dozierenden in einer unanständigen Weise aufforderte, ihre Kurse dem sogenannten Sparzwang der Stadt zu opfern.
Jetzt soll per Ratsbeschluss am 16.7.2026 die Mitbestimmung eingedampft werden! Das Kuratorium soll bitteschön verschwinden.
„Das Kuratorium ist zentrales Organ der Mitwirkung unterschiedlicher Interessensgruppen, die in der Satzung der VHS ebenso definiert sind wie Aufgaben und Arbeitsweise des Gremiums. Auch die freiberuflichen Dozierenden sind, neben Teilnehmenden, Mitgliedern des Rats und angestellten Mitarbeitenden eine der Gruppen, die sich mit zwei VertreterInnen hier einbringen können.“, schreiben die Dozierenden in ihrem Offenen Brief an die Fraktionen des Stadtrates und den OB Dr. Keller. „Stattdessen wird dem Rat der Beschluss einer Satzungsänderung nahegelegt, die Mitwirkung auf einen sehr viel engeren Personenkreis beschränkt. Die Dozierenden zählen nur noch bedingt dazu, Ratsmitglieder nicht mehr. Sie beschränkt sich auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VHS sowie Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer und wartet noch auf die „Einrichtung“ nebulös beschriebener „partizipativer Formate, die der aktiven Mitgestaltung von Bildungsprozessen dienen“.
Das bedeutet die Aushebelung der Mitbestimmung für die Dozierenden!
Was störte denn so am Kuratorium? In erster Linie wohl, dass es in der Vergangenheit oft Empfehlungen für Erhöhung der Honorare gegeben hat? Wohlgemerkt Empfehlungen! Nicht mehr und nicht weniger – für die Verantwortlichen in der Stadt offensichtlich schon ein Zuviel an Mitbestimmung!
Wir fordern die Stadtratsfraktionen auf, dieses Ansinnen zurückzuweisen!
Lehnen Sie diesen Antrag in der Sitzung am 16.7. ab!
Dr. Sylvia Burkert
für das Leitungsteam
Ruth Janßen
Arbeitskreis Honorarkräfte

